
Theaterspielend Deutsch lernen
Seit Oktober 2023 leite ich künstlerisch ein wöchentliches Theaterprojekt mit eingewanderten Erwachsenen in Frankfurt – ähnliche Methodik wie in Corporate-Formaten, um kulturelle Synergien zu gestalten und Menschen in die Sichtbarkeit zu begleiten, deren Stimmen in unserer Einwanderungsgesellschaft weniger Gehör finden. Wenn Worte zuerst fehlen, können Körpersprache und Interaktion die Basis für Teambuilding sein.

Rund die Hälfte der Teilnehmenden sind hochqualifizierte Fachkräfte mit Universitätsabschluss – viele sind unter ihrer Qualifikation beschäftigt. Ein häufiges Dilemma, wenn ausländische Abschlüsse in Deutschland formal nicht als gleichwertig anerkannt werden. Die andere Hälfte besteht aus zugewanderten Teilnehmenden, die bereits länger in Deutschland leben, teils erst kürzlich eingereist sind und mit großer Motivation daran arbeiten, ihre Deutschkenntnisse, ihren Ausdruck und ihr Selbstvertrauen in einem neuen Land zu verstärken.
Sprache und souveränes Auftreten sind die entscheidenden Brücken zu neuen Perspektiven.
Ein interkultureller Raum, eine Theatergemeinschaft, die Präsenz, kreativen Ausdruck und Teamarbeit möglich macht und ein konstruktives Miteinander in Vielfalt bewirkt.

Information zum Projekt
Nächste Aufführung:
Ausgewählte Szenen aus „Wörter wandern"
30. September 2026, 19:00 Uhr, Gemeindezentrum Mutter vom Guten Rat, Bruchfeldstraße 51, Frankfurt-Niederrad. Eintritt frei · Spenden willkommen.
Initiatorin: Christiane Kewitz · Netzwerk Migration Frankfurt
Träger seit 2025: Katholische Pfarrei Sankt Jakobus
Gefördert von: Stadt Frankfurt am Main · Amt für Multikulturelle Angelegenheiten
Aufführungen: jährlich seit 2024, u.a. im Rahmen der Interkulturellen Woche Frankfurt

Singen, Tanzen, Identität - ein Jahr mit Flamenco-Frauen in Sevilla
Eine Feldforschung über weibliche Identität und Verkörperung in der darstellenden Kunst - der Beginn meines Weges zu einer Arbeit, die Körper, Sprache, Ausdruck und Bewusstheit verbindet.
Dokumentarfilm: Porque el cuerpo me lo pide ("Weil mein Körper danach verlangt")
Regie: Lenka Wolf · Sevilla, 2000
Zwei Tänzerinnen und eine Sängerin bewegen sich in Sevilla jenseits der großen Bühnen - durch Kunst und Alltag. Alle drei lieben und leben den Flamenco, doch jede interpretiert ihn auf ihre persönliche Art. Peñas flamencas und authentische Aufführungen schaffen ein unterhaltsames, vielschichtiges Bild jenseits altbekannter Klischees.
Der Film ist das Ergebnis einer einjährigen ethnografischen Feldforschung zu weiblicher Identität als verkörperter Ausdrucksform in der darstellenden Kunst - postgraduales Studium in Kulturanthropologie an der Universität Sevilla, gefördert durch ein DAAD-Stipendium. Lenka führte Regie mit einem Team aus Kamera, Ton und Regieassistenz. Der Film wurde 2000 auf dem 11. SaarLorLux Film- und Videofestival in Saarbrücken gezeigt.
Die Forschungsfrage - wie Identität im Körper lebt und durch Ausdruck ihre Stimme findet - ist ihr bis heute geblieben. Sie zieht sich durch ihre Coaching-Arbeit: Präsenz, Stimme, Kreativität und authentischer Ausdruck, übertragen in die Welt der Führung.
Information zum Projekt
Regie: Lenka Wolf
Originaltitel: Porque el cuerpo me lo pide
Format: Dokumentarfilm, spanisches Original mit deutschen Untertiteln
Ort & Jahr: Sevilla, 2000
Forschungskontext: Postgraduales Studium Kulturanthropologie, Universität Sevilla · Fokus: weibliche Identität als Verkörperung in der darstellenden Kunst · DAAD-Stipendium
Festival-Aufführung: 11. SaarLorLux Film- und Videofestival, Saarbrücken (Juni 2000)
